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1588

1588

Ereignisse

Politik und Weltgeschehen


- 29. Juli: Die englische Flotte besiegt die spanische Armada

Geboren


- 5. April: Thomas Hobbes, englischer Philosoph († 1679)
- 15. April: Claudius Salmasius, franzöischer Altphilologe und Universalgelehrter († 1653)
- 8. September: Marin Mersenne, französischer Mathematiker und Theologe († 1648)
- 14. September: Josua Stegmann, deutscher Theologe und Kirchenliederdichter († 1632)
- 9. November: Bénédict Turrettini, schweizer Theologe († 1631)
- 22. November: Leonhard Kern, deutscher Bildhauer († 1662)
- 26. November: Anton von Ditfurth, Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft († 1650)
- 10. Dezember: Johann Graf von Aldringen, Feldherr der Katholischen Liga († 1634)
- 10. Dezember: Isaac Beeckman, holländischer Universalgelehrter und Naturphilosoph († 1637)
- Heinrich Wolter von Streversdorf, Weihbischof zu Köln und Mainz († 1674)
- Louise-Marguerite de Lorraine, Ehefrau François' de Bourbon, prince de Conti; Autorin († 1631)
- Hendrick Terbrugghen, niederländischer Barockmaler († 1629)

Gestorben


- 24. Februar: Johann Weyer, Gegner der Hexenverbrennung (
- 1515/1516)
- 10. März: Theodor Zwinger, schweizerischer Gelehrter und Sohn des Kürschners Leonhard Zwinger (
- 1533)
- 4. April: Friedrich II. (Dänemark), war König von Dänemark und Norwegen von 1559 bis 1588 (
- 1534)
- 19. April: Paolo Veronese, italienischer Renaissance-Maler (
- 1528)
- 3. Mai: Joachim Mynsinger von Frundeck, Jurist der Humanistenzeit (
- 1514)
- 10. Juni: Valentin Weigel, deutscher mystischer Schriftsteller (
- 1533)
- 12. Oktober: Lampert Distelmeyer, kurfürstlicher Kanzler der Mark Brandenburg (
- 1522)
- 18. Dezember: Barbara Blomberg, Geliebte Karl V. und Mutter von Don Juan de Austria (
- 1527) ko:1588년

Kategorie:1588



Spanische Armada

Als Armada (spanisch: die Bewaffnete) bezeichnete man allgemein eine Streitmacht. Im späten 16. Jahrhundert wurde die Bezeichnung zum Eigennamen der spanischen Kriegsflotte, die von König Philipp II. gegen England eingesetzt wurde. Heutzutage wird die Bezeichnung Armada für eine große Seestreitmacht verwendet. Die Armada segelte 1588 unter dem Herzog von Medina Sidonia zum Sturz Elisabeths I. gegen England. Ihr gegenüber stand die englische Flotte unter Charles Howard und den Vizeadmiralen Drake, Hawkins und Frobisher, bekannten Kaperkapitänen.

Vorgeschichte

Die Auseinandersetzung zwischen England und Spanien hatte mehrere Dimensionen und Ursachen. Da war die wirtschaftliche Konkurrenz auf den Weltmeeren: Hier sind z.B. die Angriffe und der Schmuggel englischer Freibeuter wie Drake und Hawkins in der Karibik oder die Weltumseglung des Francis Drake (1577-80) zu nennen, was die Spanier in ihren Kolonien herausforderte und den Strom amerikanischen Silbers nach Spanien zum Stocken brachte. Ärgerlich für Philipp II. war dabei, dass die englische Königin Drake auch noch adelte, statt ihn auszuliefern. Ein anderer Grund war die religiöse Komponente, die dem streng katholischen Philipp II. schwer am Herzen lag: Elisabeth unterstützte die Protestanten in Frankreich und den Niederlanden. So stand sie hinter Heinrich von Navarra, dem "König ohne Krone, der ohne Geld Krieg führt" und stützte ihn gegen die katholische Gegenpartei des Herzogs von Guise und Spaniens. In den Niederlanden unterstützte sie die Aufständischen (Geusen) bzw. Wilhelm von Oranien gegen die spanische Besatzung. Auf spanischer Seite stand z. B. Don Juan de Austria, Philipps Halbbruder und Sieger von Lepanto. Der Held beabsichtigte, mit einem Truppenverband den Kanal zu überqueren, in England zu landen, Elisabeth zu entthronen und die Katholikin Maria Stuart zu heiraten. Aber Philipps vorläufiger Einspruch und der Tod setzten ihm 1578 ein Ende. Weiterhin war Philipp II. von Spanien selbst mit Maria Tudor (die Blutige) verheiratet gewesen, auch wenn ihm als englischem König kaum Rechte zugestanden wurden. Danach ließ er Elisabeth Heiratsanträge machen, welche jedoch von ihr als "unschicklich" abgelehnt wurden. Zusammengefasst verzeichnete Spaniens Politik also Herausforderungen, in ihren wirtschaftlichen Interessen, in ihrer von religiösen Erwägungen geprägten Aussenpolitik, sowie nicht zuletzt im persönlichen Bereich.

Vorbereitungen

Ausgangssituation und Spionage

Zugute kam den Spaniern bei diesem militärischen Vorhaben die Tatsache, dass die englische Küste größtenteils schwach gesichert war. Der englische König Heinrich VIII. hatte zwar während der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts die Errichtung mehrerer Küstenfestungen veranlasst, doch waren diese bereits damals veraltet. Zudem vergrößerte sich die spanische Kriegsflotte durch die Eroberung und Angliederung Portugals im Jahre 1580. Allerdings war die englische Spionage trotz großen Geldmangels nicht untätig. Walsinghams Standpunkt war hier, dass Elisabeth I. niemals ihres Lebens und Throns sicher sein konnte, solange die Katholiken mit Philipp II. an der Spitze Maria Stuart gegen sie einsetzen konnten. Seine Suche nach den Beweisen für ein Verfahren gegen die schottische Ex-Königin verlief parallel zu den ersten Informationen über die Bildung der Armada. Im Juli 1586 schrieb z.B. der englische Botschafter (und Doppelspion) E. Stafford aus Paris: "Die spanischen Kreise prahlen hier, dass das Reich ihrer Majestät innerhalb von drei Monaten angegriffen würde und eine große Armee sich bereits darauf vorbereite." Anfang des Jahres 1587 schleuste Walsingham einen Spion bei dem damaligen spanischen Großadmiral Santa Cruz, dem Vorgänger von Medina Sidonia ein, der ihm weitere Details mitteilte. So beschäftige sich Santa Cruz mit dem Verlauf der Themse und ob sie für eine große Flotte befahrbar sei. Auch der weitere Umfang der spanischen Planungen ist überliefert: Ein Agent "B" sollte erforschen, welche Parteien (Puritaner, Protestanten usw.) es im englischen Regierungsrat gab, welche Führer sie hatten und ob sie einem Friedensvertrag mit Spanien zustimmen würden, ob die Engländer die bevorstehende Invasion eventuell bezweifeln würden und wo man sie konkret erwartete. Weiterhin ging es um die Verteidigungseinheiten, ihre Reserven, Befehlshaber, eventuell neugebaute Befestigungen und nicht zuletzt neuanzuwerbende Spione.

Erste Fehlschläge

Dazu trat jenes Mordkomplott gegen Elisabeth, welches das "Babington Plot" genannt wird. Auch wenn man beachtet, dass Walsingham die Vorbereitungen seiner Feinde durch sein Wohlverhalten gefördert hat, so war es doch Maria Stuart, die unterschrieben und die Gegenpartei, die es eingefädelt hat. Man geht sicher nicht fehl in der Annahme, dass die Ermordung Elisabeths der Invasion vorausgehen sollte. Aber - ein Kopf fällt und ein Hafen wird überfallen - die Engländer gingen ersteinmal in die Offensive: Maria Stuart wurde im Februar 1587 hingerichtet. Ein erfolgreicher Überfall Francis Drakes auf die spanische Hafenstadt Cádiz im April des gleichen Jahres verzögerte das Auslaufen der Armada um mehrere Monate. Die englische Flotte verbrannte dabei 37 vor Anker liegende Kriegsschiffe.

Die Armada

Die Armada läuft aus

Zu allem Überfluss starb auch noch der spanische Großadmiral Santa Cruz und ein Nachfolger musste gefunden werden. Im Februar 1588 ernannte der König den bereits erwähnten Herzog von Medina Sidonia, einen erfahrenen Logistiker, nur eben keinen Seemann, der sich auch nicht um das Amt gerissen hatte. Schließlich lief die Armada Ende Mai 1588 mit 130 Schiffen aus Lissabon aus. Die Schiffe waren mit etwa 27.000 Soldaten bemannt und mit über 2600 Kanonen bestückt. Die Armada sollte in den Niederlanden eine spanische Invasionsarmee unter Alexander Farnese, dem Herzog von Parma an Bord nehmen und nach England übersetzen. Konkret lauteten Philipps Anweisungen an den Herzog von Medina Sidonia, datiert auf den 1. April 1588: "Wenn ihr meine Befehle erhaltet, werdet Ihr mit der ganzen Armada auslaufen und gerade nach dem englischen Kanal segeln, durch diesen werdet ihr weiter bis zum Kap Marget fahren, um dort dem Herzog von Parma, meinem Neffen, die Hand zu reichen und ihm den Weg für seine Überfahrt freizumachen und zu sichern..."

Die beiden Seekriegsstrategien

Am 21. Juli 1588 erschien die Unüberwindliche Armada in der Straße von Dover und es kam dann zur Seeschlacht zwischen Engländern und Spaniern. Der englische Oberbefehlshaber, der High Admiral Lord Charles Howard of Effingham, Earl of Nottingham, vertraute den erfahrenen Staatspiraten fast blind, die seine Geschwader kommandierten diese waren Sir Francis Drake, John Hawkins, Robert Greynville, Martin Frobisher - alle drei wurden für ihre ausgezeichneten Leistungen im Kampf gegen die Armada geadelt – ferner Lord Henry Seymour und Sir William Winter. Die Spanier hatten eine halbmondförmige Schlachtordnung, dazu große, schwerfällige Schiffe und waren hauptsächlich auf das Entern der gegnerischen Schiffe mit ihren an Bord befindlichen Soldaten fixiert. Zu ihrer Flotte zählten sogar noch Galeeren, wie sie im Mittelmeer verwendet wurden. Kurz, es war eine Seekriegsführung, wie sie im wesentlichen auch in der Seeschlacht von Lepanto 1571 umgesetzt worden war, nur dass der dort gebräuchliche Schiffstyp ein anderer war. Die Engländer ließen es nicht auf den Enterkampf ankommen, denn sie hatten schnellere Schiffe und wesentlich weniger Soldaten an Bord. Sie hatten zudem wesentlich weiter tragende Kanonen als die Spanier, eine Weiterentwicklung der deutschen Feldschlange, schlank und von geringem Kaliber. Besonders wegen der hervorragenden spanischen Disziplin, die die Formation der Armada trotz täglicher Angriffe fast immer geschlossen hielt, richteten die englischen Angriffe auf Distanz aber kaum Schaden an. Der taktische Nachteil war den spanischen Seeleuten und zumindest einem Teil ihrer Führung durchaus bewusst: "Es ist allgemein bekannt, dass wir Gottes Sache vertreten. Wenn wir also auf die Engländer treffen, wird Gott die Dinge so lenken, dass wir in den Nahkampf gehen und entern können ... Doch wenn uns Gott nicht durch ein Wunder hilft, werden die Engländer, die schnellere und wendigere Schiffe als wir und mehr weittragende Geschütze haben und sich dieses Vorteils wohl bewußt sind, uns nie aufschließen lassen, sondern Abstand halten und uns mit ihren Geschützen zu Stücken schlagen, ohne dass wir sie in nennenswerter Weise beschädigen können. So segeln wir nach England in festem Vertrauen auf ein Wunder."

Die Armada in den Niederlanden

Feldschlange Trotzdem erreichte die Armada die Niederlande, wo allerdings die Koordination mit der Invasionsarmee Alexander Farneses, des Herzogs von Parma nicht klappte. Die beiden spanischen Befehlshaber wechselten Depeschen, aber der Herzog konnte seine Leute wegen der feindlichen Blockade noch nicht einschiffen lassen. Als die Armada im Hafen von Calais ankerte, griff die englische Flotte mit Brandern (brennende, führerlose Schiffe) an. Die Spanier mussten den Hafen fluchtartig verlassen und kämpften in der anschließenden Seeschlacht von Gravelines ohne Schlachtordnung. Die Engländer konnten sich so zu mehreren auf je ein spanisches Schiff konzentrieren, versenkten aber dennoch weniger als eine Handvoll, hatten zudem nicht genug Munition. „Sie müssen dafür sorgen“, hatte König Philipp seinen Oberbefehlshaber Medina Sidonia eingeschärft, „dass Ihre Geschwader nicht aus der Schlachtformation ausscheren und dass keine Kapitäne, von Habgier getrieben, den fliehenden Feind verfolgen und Prisen machen.“ Der Herzog hatte sich eisern an diesen Befehl gehalten, doch die Brander jagten seine Schiffe auseinander. Etwa 2000 Spanier und einige hundert Engländer verloren in diesem Kampf ihr Leben. Im großen und ganzen war die Schlacht unentschieden, aber die Engländer hatten letztlich ihre Strategie durchgesetzt.

Die Stürme und die Umseglung Englands

Beide Kontrahenten gerieten unmittelbar nach der Seeschlacht von Gravelines in einen Sturm. Durch die Schäden an den spanischen Schiffen und widrige Winde, die es der Armada nicht erlaubten, wieder in den Kanal zurückzusegeln, musste die Invasion schließlich abgebrochen werden. Die Spanier bzw. ihr Großadmiral entschieden sich für eine Umseglung Englands und Schottlands und verloren in weiteren Stürmen viele Schiffe ihrer Flotte. Die Engländer brachen die Verfolgung am Firth of Forth ab. Etwa 3000 Spanier strandeten an der schottischen und vor allem irischen Küste. Viele wurden von den Engländern umgebracht, aber einige verschwanden unter der irischen Bevölkerung in den Dörfern. Der Gesamtverlust der Spanier im Juli und August 1588 belief sich auf 64 Schiffe und mindestens 12000 Mann. Philipp II. kommentierte das wie folgt: "Ich habe meine Armada zum Kampf gegen die Engländer ausgesandt, nicht gegen Naturgewalten." Die Engländer erlitten allerdings selbst schwere Verluste, denn in der englischen Flotte starben 6000-8000 Seeleute, aber hauptsächlich an Krankheiten wie Dysenterie und Flecktyphus.

Nachwirkungen oder: Der andauernde Krieg

Die Auswirkungen der spanischen Niederlage waren jedoch nicht so entscheidend wie es immer behauptet wird. Die Spanier waren in der Lage, die meisten ihrer hochseetauglichen Schiffe wieder in spanische Häfen zu bugsieren. 1589 versuchten die Engländer im Gegenzug die Spanier anzugreifen, was jedoch vollständig misslang. Der ursprüngliche englische Plan war es, die spanische Flotte in Santander und San Sebastián anzugreifen, sie griffen jedoch La Coruña an, wo sie mit schweren Verlusten wieder abziehen mussten. Auch waren sie nicht in der Lage, die spanische Silberflotte abzufangen. Ebenso misslang der Versuch, mit Hilfe der portugiesischen Aufständischen die Spanier aus Portugal zu vertreiben. Die spanische Flottenrüstung ging unverändert weiter, und in den Jahren darauf war die spanische Flotte wesentlich stärker als noch vor der Niederlage. Die Spanier verdreifachten ihre Silberausfuhren aus den Überseekolonien und besiegten die Engänder auf See 1591, 1595, 1597. Es waren nicht die materiellen Verluste diese wurde ebenso schnell ersetzt wie zuvor die Türkei (Seeschlacht von Lepanto), aber das Selbstvertrauen war zerbrochen.

Das Ende einer Ära

Die Zeit der großen Staatspiraten Englands hatte nur eine Generation gedauert. Sie hatten in rund 30 Jahren die kampfkräftigste Flotte der damals bekannten Welt aufgebaut, die größte Seemacht ihrer Zeit vernichtend geschlagen und England den Weg geöffnet, der es für über drei Jahrhunderte zur stärksten europäischen Seemacht werden ließ. Mit der Vernichtung der Armada hatten die englischen Staatspiraten ihren absoluten Höhepunkt erreicht. Die Ära für Staatspiraten war für England vorbei, der letzte von ihnen, Sir Walter Raleigh wurde auf Drängen Spaniens nach 13 Jahren Haft im Tower am 7. November 1618 auf dem Old Place Yard in London als Pirat hingerichtet. Von den anderen Großen hat der Höhepunkt mit dem Sieg über die Armada keiner um mehr als sieben Jahre überlebt. Der erste war Sir Robert Greynville der Ende August 1591 mit einer kleinen Flotte vor dem westlichen Azoren lag als sie von einer spanischen Flotte überrascht wurde. Am 24. November 1595 starb 75jährig Sir John Hawkins in Sichtweite des Hafen von Puerto Rico, das er und Drake vergeblich zu stürmen versucht hatten, an seinen Wunden. Am 28. Januar 1596 folgte Sir Francis Drake selbst der eine Woche zuvor bei Escudo de Veragua an Ruhr erkrankt war, vor dem Hafen von Porto Bello.

Resultate und Zusammenfassung

Die schwere Niederlage der Armada leitete entgegen der üblichen Auffassung nicht den Übergang der Vormacht zu See von Spanien auf England ein. Im Gegenteil begannen die Spanier nach 1588 erst richtig systematisch, eine Kriegsmarine für den Atlantik aufzubauen. Im Verlauf des 17. Jahrhunderts ging die Seemacht in den drei englisch-niederländischen Kriegen auf England über. Die Vormachtstellung Spaniens als stärkste Landmacht Europas wurde nach dem Ende des Pyrenäenkriegs im Jahre 1659 durch Frankreich beseitigt.

Weblinks


- [http://www.jop-kriegskunst.de/untergang.htm Die militärische Sicht der Dinge, mit Bildern]
- [http://www.arte-tv.com/de/wissen-entdeckung/abenteuer-arte/Diese_20Woche/Mission_20X/Das_20Empire_20schl_C3_A4gt_20zu/737616,CmC=737608.html Die technischen Hintergründe der englischen Seeüberlegenheit von 1588]
- [http://www.seemotive.de/html/darmada.htm Kleine Seite mit Schiffstypen und Bildern]

Literatur


- Colin Martin / Geoffrey Parker: The Spanish Armada, London [u.a.] 1988, ISBN 0-241-12125-6
- Garrett Mattingly: Die Armada. Sieben Tage machen Weltgeschichte. (1959; Pulitzer-Preis 1960) Kategorie:Spanische Geschichte Kategorie:Britische Geschichte Kategorie:Marinegeschichte Kategorie:Achtzigjähriger Krieg Kategorie:1588 ja:無敵艦隊 ms:Armada Sepanyol

5. April

Der 5. April ist der 95. Tag des Gregorianischen Kalenders (der 96. in Schaltjahren) - somit bleiben 270 Tage bis zum Jahresende.

Ereignisse


- 1167 - Nachdem Kaiser Friedrich Barbarossa über die Stadt Salzburg die Reichsacht verhängt hat, wird sie von kaisertreuen Adeligen niedergebrannt.
- 1242 - Schlacht auf dem Peipussee: Das Heer des Deutschen Ordens wird auf dem zugefrorenen See von Russen unter Alexander Newski besiegt.
- 1355 - Krönung der Anna von Schweidnitz zur Kaiserin des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation
- 1614 - In Virginia heiratet Pocahontas den englischen Kolonisten John Rolfe.
- 1621 - Die Mayflower setzt die Segel zur Rückfahrt von Plymouth nach Großbritannien.
- 1654 - Der Vertrag von Westminster beendet den ersten Englisch-Niederländischen Krieg.
- 1722 - Die Osterinsel wird von dem niederländischen Seefahrer Jakob Roggeveen entdeckt.
- 1795 - Friedensschluss zwischen Frankreich und Preußen im Frieden von Basel.
- 1818 - Mit der Niederlage in der Schlacht bei Maipú gegen kreolische Patrioten unter der Führung von San Martin und Bernardo O´Higgins endet die spanische Herrschaft in Chile.
- 1848 - Ludwig Leichhardt bricht zu seiner letzten Australien-Expedition auf, von der er nicht wiederkehren wird.
- 1862 - Julius Meinl I. gründet sein erstes Lebensmittelgeschäft in der Wiener Innenstadt Am Fleischmarkt, das später zu Julius Meinl werden sollte.
- 1896 - Athen, Griechenland. König Georg I. eröffnet die I. Olympischen Sommerspiele der Neuzeit.
- 1923 - Die "Firestone Tire and Rubber Company" (Firestone) beginnt mit der Produktion von Gummireifen.
- 1930 - Mahatma Gandhi erreicht auf seinem Salzmarsch die Küste bei Dandi und beginnt mit der durch das britische Salzmonopol verbotenen Gewinnung von Meersalz.
- 1951 - In den USA werden Ethel und Julius Rosenberg, die alle Vorwürfe bestreiten, Atomgeheimnisse an die UdSSR verraten zu haben, zum Tode verurteilt.
- 1953 - Bundeskanzler Konrad Adenauer besucht als erster deutscher Regierungschef die USA.
- 1955 - Winston Churchill tritt aufgrund gesundheitlicher Probleme als Premierminister von Großbritannien zurück.
- 1969 - Kriegsgegner demonstrieren in New York City, San Francisco, Los Angeles, Washington, D.C. und anderen Städten der USA gegen den Vietnamkrieg.
- 1972 - Vietnamkrieg: Nordvietnamesische Streitkräfte dringen in die Provinz Binh Long ein und bilden dadurch eine zweite Front in der Nguyen Hue Offensive.
- 1973 - Pierre Messmer wird Premierminister von Frankreich.
- 1989 - Die mit der Verhängung des Kriegsrechtes 1981 verbotene Gewerkschaft Solidarność wird in Polen wieder zugelassen.
- 1994 - Kenia. Staatspräsident Daniel arap Moi verhängt über die Provinz Rift Valley den Ausnahmezustand.
- 1999 - Die mutmaßlichen Attentäter von Lockerbie werden an die Niederlande ausgeliefert und die Sanktionen des Sicherheitsrats gegen Libyen damit ausgesetzt.
- 2000 - Großbritannien. David Durie wird neuer Gouverneur der Kolonie Gibraltar.
- 2004 - Das Auswärtige Amt unterstützt das Minensuchhunde-Zentrum (MDC) in Afghanistan mit 1,9 Millionen Euro.

Wirtschaft


- 1962 - Die Blaupunkt Werke GmbH erhält ein Patent zur Chipherstellung - ein "Verfahren zur Bestückung von sogenannten gedruckten Schaltungen mit Schaltungselementen".

Wissenschaft und Technik


- 1973 - Die NASA startet mit "Pioneer 11" ihre zweite Jupiter-Sonde .
- 1998 - Die Akashi-Kaikyo-Brücke, die Hängebrücke mit dem längsten frei tragenden Mittelstück der Welt, wird für den Verkehr freigegeben.

Kultur


- 1773 - Uraufführung der komischen Oper Die Jubelhochzeit von Johann Adam Hiller in Berlin.
- 1874 - Die Operette "Die Fledermaus" von Johann Strauß (Sohn) wird im Theater an der Wien uraufgeführt.
- 1885 - Uraufführung der Oper Noé von Georges Bizet in Karlsruhe.

Religion

Katastrophen

Sport


- Einträge im Bereich Formel 1 siehe Formel 1.
- Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden s. u. der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.
- 1908 - Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft verliert ihr allererstes Spiel - gegen die Schweiz in Basel mit 3:5.

Geboren


- 1288 - Go-Fushimi, Kaiser von Japan
- 1472 - Bianca Maria Sforza, Tochter des Herzogs Galeazzo Maria Sforza von Mailand
- 1479 - Guru Amar Das, dritter Sikh Guru
- 1568 - Urban VIII., Papst 1623-1644
- 1588 - Thomas Hobbes, englischer Philosoph
- 1604 - Karl IV. von Lothringen
- 1692 - Adrienne Lecouvreur, französische Schauspielerin
- 1769 - Thomas Masterman Hardy, britischer Marineoffizier
- 1784 - Louis Spohr, deutscher Violinvirtuose und Komponist
- 1804 - Matthias Jacob Schleiden, deutscher Naturforscher
- 1812 - Jules Dupré, französischer Landschaftsmaler
- 1816 - Samuel Freeman Miller, Richter im U.S. Supreme Court Samuel Freeman Miller
- 1820 - Nadar, französischer Fotograf
- 1827 - Joseph Lister, britischer Mediziner
- 1837 - Algernon Swinburne, englischer Dichter
- 1846 - Michael Georg Conrad, deutscher Schriftsteller
- 1846 - Henry Wellesley, 3. Duke of Wellington, britischer Offizier
- 1848 - Ulrich Wille, schweizerischer General
- 1869 - Albert Roussel, französischer Komponist
- 1871 - Mirco Seljan, Forscher aus Kroatien
- 1873 - Jeannine Mistinguett, französische Varietékünstlerin
- 1875 - Blumepeter, Mannheimer Lokallegende
- 1878 - Carl Ehrenberg, deutscher Komponist
- 1878 - Georg Misch, deutscher Philosoph
- 1884 - Hans Ewers, deutscher DP-Politiker
- 1889 - Mestre Pastinha, brasilianischer Sportler
- 1896 - Robert Tillmanns, deutscher CDU-Politiker
- 1897 - Hans Schuberth, deutscher Politiker und Bundesminister
- 1900 - Herbert Bayer, Grafikdesigner, Typograph, Ausstellungsarchitekt, Maler
- 1900 - Jorge González von Marées, chilenischer Politiker
- 1900 - Spencer Tracy, US-amerikanischer Filmschauspieler
- 1901 - Curt Bois, deutscher Schauspieler
- 1901 - Melvyn Douglas, US-amerikanischer Schauspieler
- 1903 - Frank Warner, US-amerikanischer Musiker
- 1908 - Bette Davis, US-amerikanische Schauspielerin
- 1908 - Herbert von Karajan, österreichischer Dirigent
- 1909 - Albert R. Broccoli, US-amerikanischer Filmproduzent
- 1910 - Effi Biedrzynski, deutsche Lektorin und Publizistin
- 1911 - Jussi Björling, schwedischer Tenor
- 1912 - John Le Mesurier britischer Schauspieler
- 1916 - Gregory Peck, US-amerikanischer Schauspieler
- 1917 - Robert Bloch, US-amerikanischer Autor
- 1920 - Arthur Hailey, britischer Schriftsteller
- 1922 - Gake Storm, US-amerikanische Sängerin
- 1923 - Ernest Mandel, belgischer Trotzkist
- 1923 - Günther Szewierski, deutscher Fußballspieler
- 1923 - Nguyen Van Thieu, Präsident Südvietnams
- 1926 - Roger Corman, Independent-Filmproduzent in Amerika
- 1928 - Tony Williams, US-amerikanischer Sänger
- 1929 - Hugo Claus, belgischer Schriftsteller und Maler
- 1929 - Ismat T. Kittani, irakischer Diplomat
- 1929 - Ivar Giaever, US-amerikanischer Physiker und Nobelpreisträger 1973
- 1929 - Joe Meek, britischer Musikproduzent
- 1929 - Nigel Hawthorne, britischer Schauspieler
- 1931 - Philipp Müller, deutscher Arbeiter
- 1932 - Billy Bland, US-amerikanischer Sänger
- 1933 - Larry Felser, Sportjournalist, Autor
- 1934 - Roman Herzog, Verfassungsgerichtspräsident und Bundespräsident
- 1937 - Colin Powell, US-amerikanischer Politiker
- 1940 - Tommy Cash, US-amerikanischer Country-Sänger
- 1941 - Allan Clarke, britischer Sänger
- 1941 - Dave Swarbrick, britischer Musiker
- 1941 - David LaFlamme, US-amerikanischer Musiker
- 1942 - Irmgard Adam-Schwaetzer, deutsche FDP-Politikerin
- 1942 - Pascal Couchepin, schweizerischer Politiker
- 1942 - Peter Greenaway, britischer Experimentalkünstler und Filmemacher
- 1943 - Werner J. Egli, Schweizer Schriftsteller
- 1944 - Chrisian St. Peters, britischer Sänger
- 1947 - Gloria Macapagal Arroyo, 14. Präsidentin der Philippinen
- 1949 - Judith A. Resnik, US-amerikanische Astronautin
- 1950 - Hans Zimmer, schwedischer Motorbauer
- 1950 - Agnetha Fältskog, schwedische Pop-Sängerin (ABBA)
- 1954 - Stan Ridgway, US-amerikanischer Sänger
- 1955 - Akira Toriyama, japanischer Mangaka (Comic-Zeichner)
- 1956 - Pia Zadora, US-amerikanische Sängerin
- 1964 - Bertrand Cantat, französischer Sänger der Rock-Gruppe Noir Désir
- 1966 - Hans Martin Bury, deutscher SPD-Politiker
- 1973 - Pharrell Williams, Musiker und Produzent (The Neptunes)
- 1973 - Élodie Bouchez, französische Schauspielerin
- 1974 - Josef Philip Winkler, deutscher Politiker und MdB
- 1976 - Fernando Morientes, spanischer Fußballspieler
- 1976 - Kim Collins, Leichtathlet aus St. Kitts und Nevis
- 1976 - Patrick Dama, deutscher Fußballspieler
- 1978 - Franziska van Almsick, deutsche Schwimmerin
- 1978 - Dwain Chambers, britischer Leichtathlet
- 1979 - Timo Hildebrand, deutscher Fußballspieler
- 1982 - Lacey DuValle, US-amerikanische Pornodarstellerin
- 1982 - Thomas Hitzlsperger, deutscher Fußballspieler

Gestorben


- 1078 - Richard von Capua, normannischer Fürst in Unteritalien
- 1258 - Juliana von Lüttich, Chorfrau und Mystikerin
- 1432 - Carmagnola, italienischer Feldherr
- 1680 - Shiwaji, Anführer der Marathen
- 1693 - Christian Scriver, deutscher Theologe des 17. Jh. und Kirchenliederdichter
- 1723 - Johann Bernhard Fischer von Erlach, österreichischer Architekt
- 1751 - Friedrich I. (Schweden), König von Schweden 1719-1751
- 1794 - Camille Desmoulins, Führer der Französischen Revolution
- 1794 - Georges Danton, französischer Revolutionär
- 1794 - Marie-Jean Hérault de Séchelles, Politiker während der Französischen Revolution
- 1804 - Jean-Charles Pichegru, französischer General der Revolutionskriege
- 1808 - Johann Georg Wille, Kupferstecher
- 1828 - Georg Joachim Göschen, deutscher Verleger
- 1845 - Friederike Ellmenreich, deutsche Schauspielerin und Schriftstellerin
- 1852 - Felix Fürst zu Schwarzenberg, österreichischer Politiker und Diplomat
- 1865 - Jan Kaňka, tschechischer Komponist
- 1894 - Friedrich Wilhelm Weber, deutscher Epiker
- 1911 - Daniel Chwolson, russischer Orientalist und Altertumsforscher
- 1929 - Francis Aidan Gasquet, Kardinal der römisch-katholischen Kirche
- 1933 - Earl Derr Biggers, US-amerikanischer Krimi-Schriftsteller
- 1941 - Nigel Gresley, britischer Dampflokomotivkonstrukteur
- 1945 - Karl Otto Koch, SS-Standartenführer, Lagerkommandant des KZ Buchenwald
- 1949 - Erich Zeigner, deutscher Politiker, Oberbürgermeister von Leipzig
- 1954 - Claude Delvincourt, französischer Komponist
- 1960 - Rudolf Brunngraber, österreichischer Schriftsteller, Journalist, Maler
- 1964 - Aloïse Corbaz, schweizerische bildende Künstlerin
- 1964 - Douglas MacArthur, US-amerikanischer General
- 1965 - Erwin Jacobi, deutscher Staats- und Kirchenrechtler
- 1965 - Hermann Senkowsky, österreichischer Finanzexperte
- 1966 - Peter Rohland, deutscher Liedermacher und Sänger
- 1966 - Svend Fleuron, dänischer Schriftsteller
- 1967 - Hermann Joseph Muller, US-amerikanischer Biologe und Genetiker;Nobelpreisträger
- 1967 - Hans Sachtleben, deutscher Zoologe und Entomologe
- 1970 - Karl Graf von Spreti, deutscher Politiker und Diplomat
- 1975 - Chiang Kai-shek, chinesischer Politiker, Präsident der Republik China
- 1976 - Howard Hughes, US-amerikanischer Unternehmer und Luftfahrtpionier
- 1977 - Luperce Miranda, brasilianischer Mandolinist und Komponist
- 1981 - Bob Hite, US-amerikanischer Bluessänger
- 1983 - Danny Rapp, US-amerikanischer Sänger
- 1984 - Arthur Harris, Luftmarschall der britischen Royal Air Force
- 1984 - Herbert Fleischmann, deutscher Film- und Fernsehschauspieler
- 1989 - Karel Zeman, tschechischer Filmregisseur
- 1991 - Friederike Mulert, deutsche Politikerin
- 1994 - Kurt Cobain, US-amerikanischer Musiker
- 1997 - Allen Ginsberg, US-amerikanischer Dichter der Beat Generation
- 1998 - Cozy Powell, Gelegenheitsschlagzeuger, zum Beispiel für Black Sabbath
- 2002 - Layne Staley, US-amerikanischer Musiker (Alice In Chains)
- 2004 - Siegfried Trotnow, deutscher Frauenarzt und Reproduktionsmediziner
- 2005 - Saul Bellow, US-amerikanischer Schriftsteller

Feier- und Gedenktage


- Kirchliche Gedenktage
  - Hl. Vinzenz Ferrer, Mönch, Bußprediger (katholisch)
  - Hl. Maria Crescentia Höss, Oberin, Mystikerin (katholisch)
  - Hl. Juliana von Lüttich, Priorin, Mystikerin (katholisch)

Siehe auch


- 4. April - 6. April
- 5. März - 5. Mai
- Historische Jahrestage - Zeitskala
- Wikipedia:Glaskugel - Wikipedia:Formatvorlage Tag 0405 ja:4月5日 ko:4월 5일 simple:April 5 th:5 เมษายน

Thomas Hobbes

Thomas Hobbes (
- 5. April 1588 in Westport, Wiltshire; † 4. Dezember 1679 in Hardwick Hall, Derbyshire) war ein englischer Mathematiker, Staatstheoretiker und Philosoph der frühen Neuzeit, der durch die in seinem Hauptwerk Leviathan begründete Theorie des Gesellschaftsvertrages Berühmtheit erlangte.

Leben

Hobbes wurde 1588 als Sohn eines einfachen anglikanischen Landpfarrers in Malmesbury in der Grafschaft Wiltshire geboren. Seine Mutter stammte aus einer Bauernfamilie. Da er bereits mit vier Lebensjahren lesen, schreiben und rechnen konnte, wurde er als Wunderkind (child prodigy) bezeichnet. Ab dem Alter von acht Jahren wurde Hobbes in einer Privatschule in den klassischen Sprachen unterrichtet. Mit vierzehn Jahren begann er sein Studium an der Universität Oxford, wo er vor allem Logik und Physik studierte. Nach seinem dortigen Bachelor-Abschluss wurde er Hauslehrer bei der adligen Familie Cavendish. Diesen Posten hatte er mit Unterbrechungen bis zu seinem Lebensende inne. Er unterrichtete hier u.a. den kleinen William Cavendish, der später Graf von Devonshire wurde. Für kurze Zeit war Hobbes auch Sekretär des Philosophen Francis Bacon, für den er einige seiner Schriften ins Lateinische übersetzte. Auf den Auslandsreisen, die er mit seinen Schülern der Cavendish-Familie unternahm, lernte er in Pisa Galileo Galilei kennen. Ferner schloss er auf seinen Reisen Bekanntschaft mit René Descartes, Marin Mersenne und Pierre Gassendi. Dann aber setzte er sich im Streit zwischen Krone und Parlament für die Rechte des Königs Karl I. ein und musste deshalb 1640 nach Frankreich ins Exil fliehen. Dort verfasste er seine staatsphilosophischen Werke, in denen er zwar das absolutistische Königtum verteidigt, aber zugleich das Papsttum und die Kirche kritisiert. Wegen dieser Kritik musste er 1651 erneut fliehen, diesmal zurück nach England, das mittlerweile unter dem Protektorat der Cromwells stand. Nach Veröffentlichung seines Hauptwerks, des Leviathan, war er dort wegen dessen angeblichen atheistischen und häretischen Charakters vielfachen Anfeindungen von Seiten der Kirche, des Adels wie auch von Privatpersonen ausgesetzt. Wenn auch zahlreiche Freunde mit ihm brachen, so blieb er von Seiten der Staatsmacht zunächst weitgehend unbehelligt. Dies mochte insbesondere damit zusammenhängen, dass er – gegen Anglikaner wie Presbyterianer - für die von den Cromwells favorisierte Kirchenverfassung, den Independentismus, eintrat. Verschärfen sollte sich die Situation für ihn indes nach der Restauration der Monarchie 1660: Dabei ging der Verfolgungseifer weniger vom neuen König Karl II. aus, der ohnehin heimlich zum Katholizismus konvertiert war, sondern vielmehr von traditionell anglikanischen und presbyterianischen Kreisen, insbesondere von den neuen Ministern Edward Clarendon und Gilbert Sheldon. Um ihn wegen der ihm vorgeworfenen Häresie juristisch zur Rechenschaft ziehen zu können, wurde sogar mehrfach versucht, eigens dafür eine strafrechtliche Gesetzesgrundlage zu schaffen. Dank einflussreicher Freunde wie etwa dem Earl von Arlington, der ein Ministeramt in der sog. CABAL-Regierung bekleidete, gelang es Hobbes indes, die gegen ihn gerichteten Intrigen unbeschadet zu überstehen. Hobbes starb 1679 in Hardwick Hall/Derbyshire.

Lehre

Naturwissenschaft

Insbesondere in seinem Werk „De Corpore“, dem ersten Teil der Trilogie „elementa philosophiae“ von 1655 entwickelt Hobbes zentrale Thesen zu naturwissenschaftlichen Fragen. Ausgehend von einer materialistischen Grundhaltung und dem -exemplarisch durch René Descartes vertretenen - mechanistischen Denken seiner Zeit schreibt er allein den Körpern und deren Bewegung Wirklichkeit zu. Dabei entsteht keine Bewegung aus sich selbst heraus, sondern ist Folge einer anderen Bewegung. Der Bewegung unterliegen nur Körper; sie können ausschließlich durch andere Körper bewegt werden. Auf der Grundlage dieser Körper-Lehren entwickelt Hobbes mitunter erstaunlich modern anmutende Theorien etwa zum Phänomen des Lichts, das sich seiner Ansicht in materieartigen Impulsen bewegt, und veröffentlichte auch ein Werk über Optik. Auch beschäftigte er sich vor diesem Hintergrund mit der Natur des Vakuums. Dazu kommen einige Werke über Mathematik; in einem davon schlägt er ein Verfahren zur Quadratur des Kreises vor. Begeistern konnte sich Hobbes insbesondere auch für Euklids Geometrie, die ihm als Vorbild für jegliche exakte Wissenschaft galt und deren Grundsätze er entsprechend dem mos geometricus auch auf seine Philosophie übertragen wollte. Gleichwohl galt Hobbes auf diesem Gebiet vielfach als Dilettant; um ihn auch als Philosophen zu diskreditieren, setzte die Kirche Mathematiker ein, um seine Bemühungen der Lächerlichkeit preiszugeben.

Erkenntnistheorie

Im zweiten Teil der genannten Trilogie, dem 1658 veröffentlichen De Homine, aber auch bereits in seinem Hauptwerk Leviathan von 1651 überträgt Hobbes seine Körpertheorie auf den menschlichen Erkenntnisapparat: Auch die Vorgänge im Bewusstseins sind nach Hobbes lediglich Folge der Bewegung von Körpern. Durch Druck auf die jeweiligen Sinnesorgane lösen sie Sinneswahrnehmungen aus, die wiederum zu „Einbildungen“ (imagination) führen. Diese setzen schließlich mannigfaltige psychische Prozesse wie Denken, Verstehen, Erinnern und dergleichen in Gang. Neben den geordneten, etwa auf das Auffinden von Kausalbeziehungen gerichteten Gedankengänge gibt es auch ungeordnete, wie sie etwa dem Prozess des Träumens innewohnen. Anhand der Vorstellung eines von jeder Sinneswahrnehmung abgetrennten, „frei im Raum schwebenden“ Sollipsisten zeigt Hobbes, dass die psychischen Prozess auch bei ausbleibenden Sinneseindrücken weitergehen. Letzte Ursache hierfür sei aber weiterhin der einmal erfolgte Anstoß von außen durch die Bewegung von Körpern. Nur den Bewegungen selbst komme Realität zu, nicht den Wirkungen, die sie im Bewusstsein verursachen. Daraus folge u.a., dass die Eigenschaften, von deren Vorhandensein der Mensch aufgrund seiner Sinneswahrnehmung ausgeht, in Wahrheit nicht vorhanden sind, sondern nur scheinbar und als Erscheinungen. In letzter Konsequenz führt dies Hobbes zu der These, dass der menschlichen Wahrnehmung keine äußere Welt entspricht und infolgedessen keine gesicherten Erkenntnisse über diese möglich sind. Im Zuge der weitverbreiteten Lehre des Skeptizismus wurde diese Auffassung von seinen Zeitgenossen durchaus vielfach geteilt, etwa von René Descartes. Dessen Einwand, dass infolge der eingreifenden Güte Gottes die Wahrnehmung trotzdem weitgehend der Realität entspreche, lässt Hobbes indes nicht gelten. Da die Inhalte des menschlichen Bewusstseins letztlich nur die Folge von außen kommender Bewegung sind, verneint Hobbes auch konsequent die Freiheit des Willens und gilt als Verfechter des Determinismus.

Ethik

Hatten Philosophen in der Tradition Platons und Aristoteles’ noch sittliche Ideale, etwa in Form einer Idee des Guten oder eines Summum Bonum, angenommen, so herrschte zu Hobbes’ Lebzeiten ein mehr den Vorstellungen der Sophisten und Kyniker verpflichteter Skeptizismus, der die Erkennbarkeit verbindlicher gemeinsamer Moralstandards verneint. Als typischer Vertreter dieser Auffassung galten etwa Justus Lipsius, René Descartes oder Michel de Montaigne. Auch Hobbes vertritt diesen moralischen Relativismus und stützt sich dabei auch auf die Übertragung seiner erkenntnistheoretischen These, der menschlichen Wahrnehmung sei keine gesicherte Erkenntnis über die Welt möglich, auf das Feld der Ethik. So heißt es etwa in den elements of law, jedermann nenne "das, was ihm gefällt und Vergnügen bereitet, gut, und das was ihm missfällt, schlecht". Entsprechend ihrer unterschiedlichen körperlichen Beschaffenheit unterschieden sich die Menschen auch in ihrer Auffassung von Gut und Böse. Ein agathon haplos, das schlechthin Gute, gebe es indes nicht. In Anknüpfung an Gedanken seines Zeitgenossen Hugo Grotius nimmt Hobbes aber einschränkend zumindest insofern einen moralischen Minimalkonsens an, als nach allgemeiner Meinung jedes Individuum ein natürliches Recht auf Selbsterhaltung habe und sich gegen Angriffe auf seine Person verteidigen dürfe. Dem entspreche umgekehrt die Verpflichtung, niemanden zu verletzen. Anders als Grotius geht Hobbes aber davon aus, dass zumindest während des Naturzustands in der Frage, ob ein Fall der Selbsterhaltung vorliege, jeder als sein eigener Richter auftreten könne und müsse. Die damit verbundene Verwässerung des vermeintlich erzielten Minimalkonsenses brachte Hobbes vielfach Kritik ein. Jenseits des Minimalkonsenses über das Selbsterhaltungsrecht müssten moralische Konflikte zwischen Menschen indes verbindlich durch eine übergeordnete Instanz entschieden werden, womit Hobbes den Grundstein für seine politische Philosophie und insbesondere das Staatsmodell des Leviathan legt.

Staatskunde

Hobbes' staatstheoretischen Lehren bilden aus heutiger Sicht den zentralen Teil seines Werkes. Sie sind es, die ihm einen herausgehobenen Platz in der Philosophiegeschichte sichern. Einerseits legt er sie in Elements of law von 1640 dar, sowie in De Cive von 1642, dem dritten Teil der Trilogie elementa philosophiae. Vor allem aber sind sie Gegenstand seines Hauptwerks, des Leviathan von 1651. Dort beschäftigt er sich mit der Überwindung des von Furcht und Unsicherheit geprägten gesellschaftlichen Naturzustands durch die Gründung des Staats, also der Übertragung der Macht auf einen Souverän. Dies geschieht durch einen Gesellschaftsvertrag, in dem alle Menschen unwiderruflich ihr Selbstbestimmungs- und Selbstverteidigungsrecht auf den Souverän übertragen, der sie im Gegenzug voreinander schützt. Mit dem Naturzustand hat sich Hobbes schließlich im Gegenstück zum Leviathan befasst, dem Behemoth von 1668, der erst posthum 1682 veröffentlicht werden konnte.

Religion

Sein erkenntnistheoretisches Postulat, dass der menschlichen Wahrnehmung eine Erkenntnis der Welt nicht möglich sei, erstreckt Hobbes auch auf Gott; er nimmt also eine agnostische Position ein. Ausgehend von seiner Vorstellung der Welt als geschlossener Kausalzusammenhang, in dem jede Zustandsveränderung auf den Einfluss bewegter Körper zurückzuführen sei, nimmt er aber konsequenterweise eine erste, selbst nicht bewegte Ursache an, die diese Kausalprozesse in Gang setze, bei der es sich aber nicht notwendig um Gott handeln müsse (anders der sog. kausale Gottesbeweis). Gleichwohl war Hobbes keineswegs Atheist. Er leugnet weder die Existenz Gottes noch steht er der Religion allgemein oder dem Christentum im Besonderen feindselig gegenüber, wie dies von seinen Gegnern stets behauptet wurde. Er erklärt sie lediglich zu einer Sache des Glaubens, was für ihn konkret das Vertrauen auf die fehlerfreie Weitergabe religiös-historischer Tatsachen bedeutet. Von der biblischen Überlieferung betrachtet er dennoch nur ein Minimum als verbindlichen Glaubensinhalt, nämlich dass Christus der Messias sei, der die Menschheit durch seinen Kreuzestod erlöst habe. Niemals überzeugend gelungen ist ihm indes, zentrale theologische Begriffe wie Menschwerdung oder Ewiges Leben mit seiner eigenen materialistischen Grundanschauung in Einklang zu bringen. Auf der Grundlage der starken Stellung des Staates in Hobbes' politischer Philosophie weist er diesem auch die Entscheidungsbefugnis in religiösen Dingen zu und fordert insbesondere eine einheitliche Staatskirche. Dementsprechend stand er sowohl dem Papsttum als außerhalb des Nationalstaates stehender Institution als auch den verschiedenen englischen Sekten kritisch gegenüber. Hatte er ursprünglich zumindest noch die Zuständigkeit für die verbindliche Auslegung von Glaubensfragen der Kirche selbst zugesprochen, billigte er im Leviathan erstmals auch sie dem Staat zu. Im Dritten und Vierten Buch des Leviathan befasst er sich ausführlich mit der institutionellen Ausgestaltung der Anglikanische Kirche (Kirchenverfassung).

Werke


- Eight Books of the Peloponnesian Warre Written by Thucydides ... Interpreted (Übersetzung und Interprtation des Peloponnesischen Krieges Thukydides (1629)
- A Briefe of the Art of Rhetorique, (1637)
- Elements of Law (1640)
- Objectiones tertiae ad Cartesii Meditationes", in Descartes, "Meditationes de prima philosophia", (1641)
- Of Libertie and Necessitie, (1654)
- Elementa Philosophiae (Trilogie)
  - De Corpore (1655)
  - De homine (1658)
  - De Cive (1642)
- Leviathan (1651) englische Fassung, (1670) lateinische Fassung)
- Quadratura circuli, cubatio spherae, duplicatio cubi, (1669)
- A Dialogue between a Philosopher and a Student of the Common Laws of England (1681)
- Behemoth, the History of the Causes of the Civil-wars of England, (1682)

Literatur


- Wolfgang Kersting: Thomas Hobbes zur Einführung. Junius, Hamburg 1992, ISBN 3-88506-875-3
- Dieter Hüning: Freiheit und Herrschaft in der Rechtsphilosophie des Thomas Hobbes, Berlin: Duncker & Humblot Verlag 1998, ISBN 3-428-09046-2
- Dieter Hüning (Hrsg.): Der lange Schatten des Leviathan. Hobbes' politische Philosophie nach 350 Jahren, Berlin: Duncker & Humblot Verlag 2005, ISBN 3-428-11820-0.
- Jean Hampton: Hobbes and the Social Contract Tradition, Cambridge University Press, 1988, ISBN 0521368278
- Reinhart Koselleck: Kritik und Krise. Eine Studie zur Pathogenese der bürgerlichen Welt. 2. Aufl. Suhrkamp, Frankfurt a.M. 1976 (u.a. ein Abschnitt über Thomas Hobbes, der sein Plädoyer für den absolutistischen Staat mit der Angst vor den religiösen Bürgerkriegen erklärt)
- Georg Geismann, Karlfriedrich Herb (Hrsg.): Hobbes über die Freiheit. Würzburg 1988, ISBN 3-88479-337-3
- Ferdinand Tönnies: Thomas Hobbes, der Mann und der Denker. 1910.
- Leo Strauss: The Political Philosophy of Hobbes. Oxford 1936.
- Talcott Parsons: The Structure of Social Action. A Study in Social Theory with Special Reference to a Group of Recent European Writers. New York 1937.
- Richard Tuck, Hobbes, Freiburg, ISBN 3926642416
- Herfried Münkler: Thomas Hobbes - Campus EinführungenCampus Verlag, Frankfurt/Main 2001, ISBN 3-593-36831-5

Weblinks


-
- Patric Shirzadi: [http://www.ecochron.de?pp_hobbes1 Thomas Hobbes – Selbstdenker und Wolfsbändiger]. In: ECOCHRON.
- [http://oregonstate.edu/instruct/phl302/philosophers/hobbes.html Thomas Hobbes - Kurzbiografie und Zeittafel]
- Hobbes, Thomas Hobbes, Thomas Hobbes, Thomas Hobbes, Thomas Hobbes, Thomas Hobbes, Thomas Hobbes, Thomas Hobbes, Thomas Hobbes, Thomas ja:トマス・ホッブズ ko:토머스 홉스 simple:Thomas Hobbes th:โทมัส ฮอบบส์

1679

Ereignisse

Politik und Weltgeschehen


- Edme Mariotte stellt sein Gasgesetz auf, später als Boyle-Mariotte-Gesetz benannt
- Robert Hooke formuliert die Grundgesetze der Elastizität
- Die Habeas-Corpus-Akte tritt in England in Kraft
- Denis Papin erfindet den Dampfkochtopf (Dampfdruckkochtopf)
- 12. Juli: Großbritannien. Erlass der Habeas-Corpus-Akte

Geboren


- 18. Januar: Karl Wilhelm von Baden-Durlach, Markgraf von Baden, Gründer von Karlsruhe († 1738)
- 24. Januar: Christian Wolff, bedeutender deutscher Universalgelehrter, Philosoph, Jurist und Mathematiker und einer der wichtigsten Philosophen zwischen Leibniz und Kant († 1754)
- 24. Juli- Philipp Gerlach, deutscher Architekt († 1748)
- 15. August: Adam Friedrich Zürner, deutscher Kartograf († 1742)
- 20. Oktober: Samuel von Cocceji, Jurist, Großkanzler († 1755)
- 29. November: Antonio Farnese, Herzog von Parma und Piacenza († 1731)
- 23. Dezember: Johann Juncker, deutscher Mediziner († 1759)
- Catherine Barton

Gestorben


- 5. Februar: Joost van den Vondel, niederländischer Dichter und Stückeschreiber (
- 1587)
- 18. April: Christian Hofmann von Hofmannswaldau, deutscher Schriftsteller (
- 1617)
- 26. Mai: Ferdinand Maria von Bayern, Kurfürst von Bayern (
- 1636)
- 12. August: Marie de Rohan-Montbazon, Gegenspielerin von Kardinal Richelieu und Kardinal Mazarin (
- 1600)
- 2. September: Johann Duve, deutscher Kaufmann und Bankier (
- 1611)
- 17. September: Prinz Juan José de Austria, spanischer Heerführer und Staatsmann (
- 1629)
- 16. Oktober: Roger Boyle, 1. Earl of Orrery, Baron of Broghill, Baron Castlemartyr, Lord President of Munster; englischer Staatsmann (
- 1621)
- 24. November: Paul von Aussem, Weihbischof und Generalvikar in Köln (
- 1616)
- 4. Dezember: Thomas Hobbes, englischer Philosoph (
- 1588)
- 20. Dezember: Moritz von Nassau, Gouverneur von Holländisch-Brasilien (
- 1604)
- 28. Dezember: Johann Friedrich (Braunschweig-Lüneburg), dritter Sohn von Herzog Georg von Calenberg (
- 1625)
- 31. Dezember: Giovanni Alfonso Borelli, italienischer Physiker und Astronom (
- 1608) ko:1679년

15. April

Der 15. April ist der 105. Tag des Gregorianischen Kalenders (der 106. in Schaltjahren) – somit verbleiben noch 260 Tage bis zum Jahresende.

Ereignisse


- 73 - Nach einjähriger Belagerung und dem Selbstmord aller Einwohner nehmen römische Soldaten die jüdische Felsenfestung Massada ein.
- 1632 - In der Schlacht bei Rain besiegt der schwedische König Gustav II. Adolf während des Dreißigjährigen Krieges die Truppen der Katholischen Liga.
- 1745 - In der Schlacht bei Pfaffenhofen während des Österreichischen Erbfolgekriegs besiegen österreichische Truppen eine französisch-bayerische Armee.
- 1865 - Kurz nach der Ermordung Abraham Lincolns wird dessen Vizepräsident Andrew Johnson als 17. US-Präsident vereidigt.
- 1900 - Im Kaiserreich China wird die "Boxerbewegung" ohne große Auswirkungen verboten, da sie unter den regulären chinesische Truppen Verbündete findet.
- 1912 - Untergang der Titanic
- 1942 - Tokio, Japan. Ministerpräsident Ki Tsuyoshi Inukai wird bei einem Bombenanschlag getötet.
- 1945 - Befreiung des KZs Bergen-Belsen
- 1962 - Frankreich. Georges Pompidou wird Ministerpräsident.
- 1997 - Iran. Rückruf der Botschafter der Staaten der EU aus dem Iran. Der griechische Botschafter bleibt in Teheran.
- 1998 - Tod von Pol Pot in Kambodscha
- 1999 - Nach dem Rücktritt von Oskar Lafontaine wird Hans Eichel, der frühere Ministerpräsident von Hessen, im Deutschen Bundestag als neuer Finanzminister vereidigt.
- 1999 - Bulgarien erteilt der NATO für den Einsatz gegen Jugoslawien das Überflugsrecht für deren Kampfflugzeuge.
- 2001 - Kasachstan. Ein neues Pressegesetz tritt in Kraft, das die Kontrolle ausländischer Fernsehprogramme und des Internets erlaubt.

Wirtschaft


- 1994 - Die Welthandelsorganisation (WTO) wird im marokkanischen Marrakesch gegründet.
- 1955 - Gründung der Fastfood-Kette Mc Donalds.

Wissenschaft und Technik

Kultur


- 1738 - Die Oper "Xerxes" von Georg Friedrich Händel wird mit Andrea Montagnana und Gaetano Caffarelli in den Hauptrollen im Haymarket Theatre in London wird uraufgeführt.
- 1799 - Uraufführung der Oper Montano et Stéphanie von Henri Montan Berton an der Opéra-Comique in Paris.
- 1839 - Uraufführung der komischen Oper Les Treize von Fromental Halévy an der Opéra-Comique in Paris.
- 1865 - Uraufführung der Oper Le Bœuf Apis von Léo Delibes am Théâtre des Bouffes-Parisiens in Paris.
- 1907 - Uraufführung der Oper Gloria von Francesco Cilea am Teatro alla Scala di Milano in Mailand.
- 1914 - Der Roman "Rosshalde" von Hermann Hesse erscheint.
- 1921 - Die Operette "Der Vetter aus Dingsda" des Komponisten Eduard Künneke wird in Berlin uraufgeführt.
- 1922 - Uraufführung der Operette Verliebte Leute von Eduard Künneke am Theater am Nollendorfplatz in Berlin.
- 1928 - Die Oper "Frühlings Erwachen" von Max Ettinger nach dem gleichnamigen Stück von Frank Wedekind uraufgeführt.
- 1942 - Das Singspiel "Dornröschen" von Cesar Bresgen wird in Straßburg uraufgeführt.
- 1972 - Die Che Guevara gewidmete Oper "Das Floß der Medusa" von Hans Werner Henze wird in Nürnberg szenisch uraufgeführt.
- 1975 - Das Musical "A Chorus Line" von Marvin Hamlish wird im New Yorker Public Theatre uraufgeführt.

Religion

Katastrophen


- 1912 - Die Titanic versinkt um 2:20 Uhr im Atlantik. 1496 Menschen sterben.
- 1979 - Ein schweres Erdbeben in Montenegro beschädigt die Stadt Kotor schwer.
- 1989 - Bei dem Unglück im Hillsborough-Stadion (Sheffield), bricht unter den Fans des F.C. Liverpool eine Panik aus. 96 Menschen verlieren ihr Leben.
- 1997 - Auf einem Zeltplatz für muslimische Pilger in Mekka bricht ein Feuer aus und tötet 343 Menschen.
- 2002 - Busan, Süd-Korea. Eine Boeing 767 der Air China, aus Peking kommend, stürzte beim letzten Landeanflugversuch in ein Waldgebiet. 128 Menschen starben, 39 konnten gerettet werden.

Sport


- Einträge im Bereich Formel 1 siehe Formel 1.
- Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden s. u. der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.
- 1985 - Der Deutsche Bernhard Langer gewinnt das Masters-Golfturnier in Augusta (USA).

Geboren


- 1452 - Leonardo da Vinci, italienisches Universalgenie
- 1523 - Blaise de Vigenère, franzözischer Diplomat und Kryptograf
- 1585 - Adam Graf von Herberstorff, bayerischer Statthalter von Oberösterreich
- 1588 - Claudius Salmasius, franzöischer Altphilologe und Universalgelehrter
- 1641 - Süleyman II., Sultan des Osmanischen Reiches
- 1646 - Christian V., König von Dänemark und Norwegen
- 1683 - Katharina I., Zarin von Russland
- 1688 - Johann Friedrich Fasch, bedeutender Barockmusiker und Komponist
- 1688 - Johann Georg Bergmüller, deutscher Maler
- 1695 - Hermann Werner von Bossart, Priester, Diplomat und Domherr in Köln
- 1707 - Leonhard Euler, Schweizer Mathematiker
- 1741 - Charles Wilson Pealé, US-amerikanischer Portrait- und Landschaftsmaler
- 1766 - Friedrich Ludewig Bouterweck, deutscher Philosoph und Schriftsteller
- 1771 - Karl Philipp Fürst zu Schwarzenberg, österreichischer General
- 1786 - John Franklin, englischer Polarforscher
- 1789 - Antal Deák, Politiker
- 1789 - Joseph Ignaz Peter, als Regierungsdirektor an der demokratisch gesinnten Märzrevolution beteiligt
- 1793 - Friedrich Georg Wilhelm Struve, deutscher Astronom
- 1798 - Ludwig Hofacker, Evangelischer Theologe
- 1800 - James Clarke Ross, englischer Entdecker und Seefahrer
- 1806 - Emile Souvestre, französischer Roman- und Bühnendichter
- 1812 - Théodore Rousseau, französischer Maler und der Gründer der Schule von Barbizon
- 1832 - Wilhelm Busch, deutscher Dichter, Maler und Zeichner
- 1834 - Herrmann Bachstein, deutscher Eisenbahnpionier
- 1843 - Henry James, US-amerikanischer Schriftsteller
- 1845 - Ilja Iljitsch Metschnikow, russischer Zoologe
- 1852 - Josef Freinademetz, katholischer Ordensmann, Chinamissionar und Heiliger
- 1855 - Jakob Minor, österreichischer Literaturhistoriker
- 1858 - Émile Durkheim, französischer Soziologe
- 1868 - Francisco Braga, brasilianischer Komponist
- 1870 - Mina Benson Hubbard, kanadische Forschungsreisende
- 1871 - Jonathan Zenneck, Physiker und deutscher Funkpionier
- 1874 - Johannes Stark, deutscher Physiker und Träger des Physik-Nobelpreises
- 1874 - Karl Ernst Osthaus, deutscher Kunstmäzen, Planer und Gestalter
- 1877 - Georg Kolbe, deutscher Bildhauer
- 1878 - Robert Walser, Schweizer Schriftsteller
- 1880 - Max Wertheimer, Mitbegründer der Gestalttheorie bzw. Gestaltpsychologie
- 1886 - Heinrich Höcker, deutscher Politiker
- 1886 - Nikolai Stepanowitsch Gumiljow, russischer Dichter des Silbernen Zeitalters und einer der Hauptprotagonisten der literarischen Richtung des Akmeismus
- 1888 - Hermann Köhl, deutscher Flugpionier und erster Überquerer des Atlantiks in Ost-West-Richtung
- 1890 - Nikolai Sergejewitsch Trubezkoi, russischer Linguist und Ethnologe
- 1891 - Peter Horn, deutscher Politiker
- 1891 - Karl Alwin, deutscher Dirigent
- 1892 - Corrie ten Boom, Mitglied der Niederländisch-reformierte Kirche
- 1894 - Bessie Smith, US-amerikanische Bluessängerin
- 1896 - Gerhard Fieseler, deutscher Flugzeugkonstrukteur
- 1900 - Wilhelm Wagenfeld, deutscher Gebrauchs-Designer
- 1901 - René Pleven, französischer Politiker
- 1903 - Gerd Horseling, deutscher Politiker und Gewerkschafter
- 1903 - John Williams, Britischer Schauspieler
- 1905 - Bernard Addison, US-amerikanischer Jazz-Gitarrist und Banjo-Spieler
- 1907 - Nikolaas Tinbergen, niederländischer Verhaltensbiologe, Nobelpreisträger
- 1908 - Ernst Lehmann, deutscher Politiker, Widerstandskämpfer
- 1910 - Miguel Najdorf, polnischer Schachgroßmeister
- 1912 - Kim Il-sung, kommunistischer Machthaber Nordkoreas
- 1913 - Bärbel Inhelder, schweizerische Entwicklungspsychologin
- 1913 - Hans Egon Holthusen, deutscher Dichter
- 1913 - Lotte Strauss, deutsche Pathologin
- 1920 - Richard von Weizsäcker, deutscher Politiker (6. Bundespräsident)
- 1921 - Georgi Timofejewitsch Beregowoi, sowjetischer Kosmonaut
- 1922 - Hans-Joachim Baeuchle, deutscher Politiker und MdB
- 1922 - Siegfried Wischnewski, deutscher Schauspieler
- 1924 - Neville Marriner, britischer Dirigent und Geiger
- 1925 - Peter Zwetkoff, bulgarischer Komponist
- 1928 - Hanna-Renate Laurien, deutsche Politikerin
- 1930 - Vigdís Finnbogadóttir, isländische Politikerin und Staatspräsident
- 1933 - Roy Clark, US-amerikanischer Sänger
- 1936 - Albert Darboven, deutscher Unternehmer
- 1936 - Raymond Poulidor, französischen Radrennfahrer
- 1937 - Bob Luman, US-amerikanischer Country-Sänger
- 1938 - Claudia Cardinale, italienische Schauspielerin
- 1939 - Jaime Zamora, bolivianischer Politiker und Staatspräsident
- 1939 - Marty Wilde, britischer Sänger
- 1940 - Jeffrey Archer, britischer Schriftsteller
- 1940 - Wilfried Erdmann, deutscher Einhandsegler
- 1941 - Jochen van Aerssen, deutscher Politiker und Abgeordneter
- 1941 - Klaus Stiller, deutscher Schriftsteller
- 1943 - Mariann Fischer Boel, dänische Politikerin
- 1944 - Dave Edmunds, britischer Musiker
- 1946 - Willi Neuberger, deutscher Fußballspieler
- 1946 - Winfried Nachtwei, deutscher Politiker und MdB
- 1947 - Sepp Krassnitzer, österreichischer Musiker
- 1947 - Wooley Wolstenhome, britischer Musiker
- 1948 - Michael Kamen, US-amerikanischer Komponist
- 1949 - Alla Borissowna Pugatschowa, russische Sängerin und Komponistin
- 1949 - Marsha Hunt, britische Sängerin
- 1949 - Matthias Wissmann, deutscher Politiker
- 1951 - Bernhard Lassahn, deutscher Schriftsteller
- 1952 - Phil Mogg, britischer Sänger
- 1954 - Wiktor Pynsenyk, ukrainischer Politiker
- 1955 - Dodi Fayed, ägyptisch-britischer Geschäftsmann, Gefährte von Prinzessin Diana
- 1957 - Evelyn Ashford, ehemalige US-amerikanische Leichtathletin
- 1959 - Emma Thompson, britische Schauspielerin
- 1960 - Pedro Delgado, spanischer Radrennfahrer
- 1960 - Philipp von Belgien, Herzog von Brabant, belgischer Thronfolger
- 1962 - Nawal El Moutawakel, marokkanische Leichtathletin
- 1964 - Marianne Alvoni, italienisch-schweizerische Modedesignerin
- 1965 - Brigit Herdejürgen, deutsche Politikerin
- 1966 - Samantha Fox, britische Sängerin und Busenwunder
- 1968 - Henning Harnisch, deutscher Basketballspieler
- 1968 - Wano Merabischwili, georgischer Innenminister
- 1970 - Lafayette Fredrikson, deutscher Komponist
- 1972 - Giuseppe Reina, deutscher Fußballspieler
- 1978 - Philippe Baden Powell de Aquino, brasilianischer Pianist
- 1980 - Fanny Rinne, deutsche Feldhockeyspielerin
- 1989 - Brandur Enni, färöischer Popstar
- 1990 - Emma Watson, britische Schauspielerin, Darstellerin von Hermine Granger in den Harry-Potter-Filmen
- 1992 - Richard Sandrak, US-amerikanischer Schüler und Bodybuilder

Gestorben


- 571 - Kimmei, 29. Kaiser von Japan (539 - 571)
- 628 - Suiko, 33. Kaiserin von Japan (
- 592)
- 1220 - Adolf I. von Altena, Erzbischof des Erzbistums Köln
- 1446 - Filippo Brunelleschi, italienischer Architekt und Bildhauer
- 1532 - Michael Gaismair, Bauernführer in Tirol und Salzburg
- 1607 - Cäsar von Bus, Priester und Seliger
- 1622 - Leandro Bassano, italienischer Maler
- 1659 - Simon Dach, deutscher Dichter
- 1697 - Karl XI., König von Schweden und Herzog von Zweibrücken
- 1757 - Franz Joseph Spiegler, deutscher Maler
- 1757 - Rosalba Carriera, italienische Malerin
- 1764 - Madame de Pompadour, Mätresse Ludwigs XV.
- 1765 - Michail Wassiljewitsch Lomonossow, russischer Universalgelehrter
- 1772 - Fürst Karl Josef Batthyány, österreichischer Feldmarschall
- 1784 - Maximilian Friedrich von Königsegg, Erzbischof des Erzbistums Köln
- 1794 - Fabre d'Églantine, französischer Dichter
- 1853 - Auguste Laurent, französischer Chemiker
- 1865 - Abraham Lincoln, 16. Präsident der USA
- 1869 - August Wilhelm Bach, deutscher Komponist und Organist
- 1871 - Karl Benjamin Preusker, Vorkämpfer der Volksbüchereibewegung
- 1883 - Friedrich Franz II., Großherzog von Mecklenburg-Schwerin
- 1888 - Matthew Arnold, englischer Dichter und Kulturkritiker
- 1888 - Anton Stecker, österreichischer Afrikareisender
- 1889 - Damian de Veuster, belgischer Missionar, katholischer Seliger
- 1892 - Eduard von Regel, deutscher Gärtner und Botaniker
- 1908 - Antoine Béchamp, französischer Mediziner, Biologe und Pharmakologe
- 1911 - Georg Knorr, deutscher Ingenieur und Unternehmer
- 1911 - Johannes Bosscha<